Friedenscamp der Sekundarschule „Am Lerchenfeld“ Schönebeck

19.06.2019

Friedenscamp der Sekundarschule „Am Lerchenfeld“ Schönebeck


Es gibt Traditionen, die es zu pflegen einfach lohnt - wie das Friedenscamp der Sekundarschule „Am Lerchenfeld“.
Ich arbeite erst zwei Jahre an dieser Schule und kann somit nicht sagen, wie lange es das Camp schon gibt. Ich erlebe aber immer wieder, dass die Augen der SchülerInnen leuchten, wenn vom Friedenscamp die Rede ist.


Das Camp findet nun also schon seit vielen Jahren kurz vor den Sommerferien statt und ist als Auszeichnung für Schülerinnen und Schülern zu verstehen, die sich im Laufe des Schuljahres besonders hervorgetan haben: mit schulischen Leistungen, Engagement in der Schule und/ oder Hilfs- und Einsatzbereitschaft. Kurzum, das Friedenscamp ist ein Hort der kleinen und großen Alltagshelden!


Fand das Friedenscamp bis vor ein paar Jahren noch in Glinde im Sportpark mit Übernachtungen statt, so disponierten die Organisatoren rund um Sportlehrer Thomas Bombach um, als der Sportpark in Glinde an die Kannenberg-Akademie übertragen wurde.


Das Friedenscamp hat mit dem Bootshaus „Delphin“ direkt an der Elbe einen neuen Standort gefunden und die Bedingungen vor Ort lassen keine Wehmut nach Vergangenen aufkommen. Ganz im Gegenteil: alles passt perfekt für die Aktivitäten im Camp. Für die Workshops stehen der Saal und ein Großzelt zur Verfügung, die Elbe lädt zum Bootfahren ein, in der Buhne kann sich mit einem Sprung ins kühle Nass auch mal abgekühlt werden und die Freiflächen bieten außerdem genug Raum für Bewegung und musikalische Sessions.


Vom 17. bis 21. Juni diesen Jahres war es dann wieder soweit und knapp 30 Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis 10 radelten täglich zum Bootshaus, um bis zum Abend gemeinsam aktiv zu sein. Die TeilnehmerInnen konnten sich entscheiden, welche Workshops sie besuchen möchten: Tanzen, T-Shirts gestalten, Musik machen. Auch ein Dickboot stand bereit, um die Elbe zu erobern. Und die Fahrradtouren nicht vergessen! Hinter allen Angeboten waren der Gemeinschaftssinn und das Miteinander der Hauptaspekt. Die CampteilnehmerInnen laufen im Schulalltag häufig nebeneinander her, im Camp finden sie zueinander, lernen sich kennen und respektieren. Auch der Umgangston ist ein besonderer. Es wird umgehend reagiert, wenn jemand mal verbal entgleist. Aber das kommt sowieso selten vor.


Höhepunkt des Camps 2019 war die Fahrt nach Berlin. Nach fast dreistündiger Fahrt stand zunächst ein Besuch des Deutschen Doms auf dem Programm. In einer Führung wurden uns die wichtigsten Ereignisse der deutschen Geschichte vermittelt. Das war gar nicht so einfach zu verstehen, wenn man im Fach Geschichte noch nicht im 19. Jahrhundert angekommen ist! Auf uns wartete danach schon der Bundestag. Dort trafen wir auf Tino Sorge, der Mitglied im Deutschen Bundestag ist. Mit ihm konnten die Schülerinnen und Schüler in Diskussion gehen und Fragen zu seiner Arbeit stellen. In der Kantine des Bundestages konnten wir uns alle stärken und natürlich eroberten wir noch die Kuppel des Bundestages. Der Blick über die Dächer von Berlin war grandios. Mit diesen Bildern im Kopf traten wir unsere Heimreise an - die Zeit in Berlin war wie im Flug vergangen.


Wo die Zeit geblieben war, fragten wir uns alle auch am Freitagvormittag, als wir das Camp beräumten. Die Uhren ticken dort anders, das Miteinander ist besonders, Freunde werden gefunden, neue Erfahrungen gemacht - wie sagt man so schön: es ist einfach rund.


So mancher Lerchenfeldschüler hofft jetzt schon, dass er nach den Winterferien 2020 angesprochen wird und am Friedenscamp im nächsten Sommer teilnehmen kann.
Das Camp wird finanziell unterstützt durch die Projekte „Demokratie leben“ Schönebeck und das ESF-Programm „Schulerfolg sichern“.


Kirsten Sternberg
Schulsozialpädagogin
Sekundarschule „Am Lerchenfeld“ Schönebeck

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Friedenscamp der Sekundarschule „Am Lerchenfeld“ Schönebeck

 
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